Grundlagen der Kalibrierung

Was Sie zum Thema „Kalibrieren“ wissen sollten

Im Zuge der weltweiten Einführung von Qualitätsmanagementnormen sind die Anforderungen an Mess- und Prüfmittel deutlich gestiegen. So setzt zum Beispiel die Zertifizierung nach DIN EN ISO 9000ff ein aktives Qualitätsmanagement voraus, in dem regelmäßg Kalibrierungen durchgeführt werden müssen. Unter Berücksichtigung des jeweiligen Umfeldes wird so eine hohe Sicherheit der Messresultate und die Rückführbarkeit der Messwerte auf den nationalen Standard gewährleistet.

Das Ergebnis einer Kalibrierung

  • Das Ergebnis einer Kalibrierung erlaubt die Bewertung der Messabweichungen des Messgerätes, der Messeinrichtung oder der Messverkörperung oder die Zuordnung von Werten zu Teilstrichen auf beliebigen Skalen.
  • Das Ergebnis einer Kalibrierung kann in einem Dokument festgehalten werden, das oft „Kalibrierschein“, „Kalibrierbericht“ oder „Kalibrierzertifikat“ genannt wird
  • Vielfach wird das Ergebnis einer Kalibrierung als Korrektion oder „Kalibrierfaktor“ oder
    in Form einer „Kalibrierkurve“ angegeben.

DAkkS-Kalibrierung

Die Kalibrierung darf nur im Bereich der in der Akkreditierungsurkunde genannten Messgrößen, Messbereiche und Messunsicherheiten erfolgen. Der Kunde erhält ein DAkkS-Kalibrierzertifikat mit den Messwerten, der jeweiligen Messunsicherheit, Angabe des Kalibrierverfahrens, den Umgebungsbedingungen und ggf. besonderen Messbedingungen.
Der Kalibriergegenstand wird mit einem Aufkleber (blau) gekennzeichnet. Die DAkkS-Kalibrierung erfüllt die Anforderungen der DIN EN ISO/IEC 17025 an Prüfmittel (u.a. zur Überwachung von Produktionsprozessen oder Qualitätssicherung von Produkten).

DAkkS-Kalibrierungen, die außerhalb vom Akkreditierungsumfang des DAkkS-Laboratoriums der Ahlborn Mess- und Regelungstechnik GmbH liegen, werden von Kooperationspartner-DAkkS-Laboratorien ausgeführt.

Werkskalibrierung

Die Kalibrierung erfolgt nach der Vergleichsmethode zu den Werksnormalen. Als Werksnormale kommen (soweit möglich) PTB- bzw. DAkkS-kalibrierte Messgeräte, Fühler oder Messeinrichtungen zum Einsatz. Der Kunde erhält ein Werks-Kalibrierzertifikat mit den Messwerten, der jeweiligen Messunsicherheit, Angabe des Kalibrierverfahrens, den Umgebungs-bedingungen und ggf. besonderen Messbedingungen.
Der Kalibriergegenstand wird mit einem Aufkleber gekennzeichnet.

Werkskalibrierungen von Messgrößen die außerhalb vom Kalibrierumfang des Kalibrierlaboratoriums der Ahlborn Mess- und Regelungstechnik GmbH liegen, werden von ausgewählten Kooperationspartner-Laboratorien ausgeführt.

Wie oft soll kalibriert werden?

Der zeitliche Abstand zwischen den Kalibrierung hängt in hohem Maße von der jeweiligen Anwendung ab und wird von folgenden Faktoren beeinflusst:

  • Zugelassene Messtoleranzen
  • Ergebnisse vorher durchgeführter Kalibrierungen
  • Umgebungsbedingungen
  • Kundenspezifische Anforderungen und Festlegungen
  • Einsatzhäufigkeit
  • Einsatzbedingungen

Kalibrierzertifikate Temperatur und Druck mit Fühler-Abweichung gegen Null

Das ALMEMO® Messsystem der Firma AHLBORN hat sich bereits vielfach in den unterschiedlichsten Einsatzgebieten, wie z.B. bei Forschungs- und Entwicklungsaufgaben, immer wieder bestens bewährt. Aber auch die Qualitätsprüfung, Messmittelüberwachung und das Kalibrierwesen sind ein weites Einsatzgebiet des ALMEMO® Messsystems.
Wo rückführbare Messwerte unverzichtbar sind, hat ALMEMO® seinen festen Platz, ob im Kalibierlabor als Referenzmessgerät oder als rückführbares Kundengerät.
Die Korrektur der Messkette erfolgt über eine Mehrpunktjustage–Funktion.
Während der Kalibrierung des ALMEMO® Messsystem wird in jedem Kalibrierpunkt die Fühlerabweichung ermittelt und für jeden Kalibrierpunkt als Korrekturwert im ALMEMO® Stecker gespeichert. Im Kalibrierzertifikat sind dann die Messwerte für den so mehrpunktjustierten Fühler eingetragen. Die ausgewiesenen Fühlerabweichungen gehen somit gegen Null.
Der Messwert am ALMEMO® Messgerät ist bereits der korrigierte Wert und kann weiter verwendet werden. Eine nachträgliche Korrektur des Messwertes mit der bei der Kalibrierung ermittelten Korrekturfunktion muss nicht mehr erfolgen.