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Ein Erdbebenwarnsystem in der türkischen Burdurstörungszone.
Datenlogger ALMEMO-3290-8 zur Erdbebenvohersage in drei Messstationen des Burdur - Gebietes in der Türkei.
Die Türkei ist ein erdbebengefährdetes Gebiet. Die gesamte Türkei und insbesondere die Gebiete von der Nordanatolischen Störungszone (NAS), Südostanatolischen Störungszone (SAS), Burdur-Störungszone (BS) und Westanatolien können als Erdbebengebiete ersten Grades bezeichnet werden.
Um Erdbeben voraussagen zu können, wurden im Rahmen eines vom Burdur-Gouverneursamt (Burdur Valiligi) und der Süleyman-Demirel-Universität Isparta finanzierten Projektes in der Burdur-Störungszone drei Stationen eingerichtet. Die Messstationen sind in Yassigüme an einer Wasserquelle, in Baglar an einem Wasserbrunnen und an einer Mineralwasserquelle in Sifa installiert.
In der ersten Station in Yassigüme werden mit Hilfe eines von der Firma Ahlborn entwickelten Datenloggers Typ ALMEMO-3290-8 Lufttemperatur, Luftfeuchtigkeit, Wassertempera-tur, pH, Redox, Leitfähigkeit, Sauerstoffgehalt und der Grundwasserspiegel gemessen und aufgezeichnet.
Mit Hilfe eines weiteren Gerätes werden in der zweiten Station in Baglar ebenso Lufttemperatur, Luftfeuchtigkeit, Wasser-
temperatur, pH, Redox, Leitfähigkeit, Sauerstoffgehalt und der Grundwasserpegel gemessen.
Die dritte Station in Sifa misst mit dem
ALMEMO-Datenlogger zusätzlich den Radongehalt der Luft.
Die Entfernung von Station zu Station beträgt ca. 12 km. Die gemessenen Werte werden über Modem an einen Zentralrechner übertragen. Hier werden die Messwerte mit seismischen Werten verglichen. Es wird festgestellt, wie sie sich vor, während und nach einem Erdbeben verhalten. Die Abweichungen und Veränderungen der Parameter vor einem Erdbeben werden sorgfältig ausgewertet. Sie geben Auskunft über etwaige Veränderungen vor zukünftigen Beben, somit kann ein Erdbeben-Warnsystem entwickelt werden .
In der Zeit vom 21. März bis 24. Mai 2002 sind mindestens acht Beben mit einer Stärke von 3.0 bis 4.2 M gemessen worden. Bei dieser Erdbebenstärke sind einige Abweichungen der Messdaten aufgezeichnet worden, z.B. hatte der Wasserpegel im Brunnen von Baglar im Vergleich zu dem in Yassigüme sehr abnormale Werte.
Wir gehen davon aus, dass die Werte, die wir in diesem Zeitraum gemessen haben, eine brauchbare Basis bilden, um ein sicheres und zuverlässiges Erdbebenwarnsystem für diese Region entwickeln zu können.
Prof. Dr. Nevzat Özgür
Süleyman-Demirel-Universität
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